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Leitsätze unserer Arbeit in der Eingliederungshilfe

„Leben in unserer Einrichtung bedeutet
Leben im sozialen Umfeld und sozialen Netzwerk.“

Mit unserer Arbeit in der Eingliederungshilfe orientieren wir uns an den Leitlinien des Psychiatrieplanes 2000 des Landes Schleswig-Holstein. Die Einrichtung wird durch Einbindung und Kooperation Teil der gemeindenahen psychiatrischen Versorgung der Region. Sie arbeitet intensiv mit allen entsprechenden Institutionen und Einrichtungen zusammen. Der Einrichtungsträger arbeitet im gemeindepsychiatrischen Verbund der Region mit.

Aus dem Grundsatz personenorientierter Hilfen leiten sich für uns sieben Leitsätze ab:

1) Offenes Verständnis von psychischer Erkrankung
Neben ein somatopsychisches Krankheitsverständnis tritt ein anthropologisches Krankheitsverständnis. Unterschiedliche Sichtweisen sind erforderlich, um Hilfen für psychisch kranke Menschen sachgerecht zu gestalten. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit den in Flensburg ansässigen Fachärzten und Therapeuten sowie der Fachklinik der Diakonie in Flensburg, der psychiatrischen Fachklinik in Schleswig und anderen Fachkliniken. Das Verstehen individueller Krankheitsbilder ist für uns die Voraussetzung in der Hilfeplanung und der Ausgestaltung der Hilfe mit der Klientel.

2) Hilfen zur Selbsthilfe
Ziel der Hilfen ist es, die Handlungsautonomie des Einzelnen zu stärken und die Hilfeangebote und die Strukturen der Versorgung so zu gestalten, dass sie handlungsermächtigend sind. Die individuelle Hilfe jedes Einzelnen richtet sich nach seinen Ressourcen und denen seiner Umwelt aus. Die von uns angebotenen Hilfen erarbeiten wir gemeinsam mit dem Klienten/der Klientin, um ihm/ihr seine/ihre Selbstbestimmung und Handlungsautonomie zu bewahren.

3) Normalität
Bei allen Hilfen sind Rahmenbedingungen erforderlich, die sich an der Normalität der individuellen Lebensführung der Betroffenen, insbesondere der Wahrung ihrer Intimsphäre bis hin zu ihren sexuellen Bedürfnissen orientieren. In unserem Kernhaus und in unseren Satelliten-Wohnungen realisieren wir ein mitbestimmendes Wohnen und Leben der Klienten/innen. Hier agieren wir mit unseren verlässlichen, täglichen Bezugsbetreuungen unterstützend. Ergänzend hierzu haben wir im Kernhaus eine 24-stündige Erreichbarkeit.

4) Lebensweltbezug
Die Hilfeangebote sollen so gestaltet werden, dass die Kontakte in der Familie, im Freundeskreis und im sozialen Umfeld erhalten und gepflegt werden können bzw. dass entsprechende soziale Bezüge neu entstehen. Die Gestaltung der Kontakte der Klienten/innen zu Familie, Freundeskreis und sozialem Umfeld ist wesentlicher Teil in unserer Hilfeplanung. Somit gewährleisten wir die Teilhabe der Betreuten am sozialen Leben in der Stadt Flensburg und dem Umland. Unser Freizeitprogramm beinhaltet zudem die Möglichkeit des therapeutischen Reitens, Musikangebote in unserem Tonstudio und weitere Aktivitäten im Rahmen des sog. „Ladentreffs“.

5) Rechte
Die Hilfeangebote haben sich an der Handlungsautonomie und der Selbstbestimmung der psychisch kranken und behinderten Menschen zu orientieren. Sie müssen darüber hinaus Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte einräumen. Der Klientel stehen die gesetzlich vorgeschriebenen Beschwerdemöglichkeiten des Heimgesetzes zur Verfügung. Regelmäßige „Lob-&-Kritik-Abende“ schaffen ihnen eine Feedbackmöglichkeit; Rückmeldungen über die Ausgestaltung und die Form unserer Hilfe- und Betreuungsangebote sind von uns erwünscht. Ein Beschwerdewesen komplettiert das Betreuungsangebot.

6) Qualität sichern / Qualität entwickeln
Ausgehend von den rechtlichen Rahmenbedingungen kommt dem Thema der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung besondere Bedeutung zu. Neben den Aussagen zur Qualität der Leistungen der Einrichtung beteiligen wir uns an der Entwicklung der Qualität von Versorgungssystemen / Regionen. In einem internen Qualitätszirkel unter Einbeziehung eines externen Qualitätsmanagers schreiben wir die Qualität unseres Angebots ständig fort. Wir betrachten Qualitätsentwicklung als Prozess innerhalb einer lernenden Organisation. Als Mitglied des Gemeindepsychiatrischen Verbunds der Stadt Flensburg und des Kreises Schleswig-Flensburg sind wir an der Weiterentwicklung eines gemeindenahen Versorgungssystems beteiligt.

7) Fachlichkeit
Der Anspruch auf qualitativ hochwertige Betreuung erfordert speziell ausgebildete Mitarbeiter/innen aus verschiedenen Professionen, die bereit sind, ihr Tun einer ständigen professionellen Reflexion zu unterziehen und sich fachlich weiterzuqualifizieren. Die Verpflichtung zur Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter/innen haben wir vertraglich in unseren Anstellungsverträgen geregelt. Somit stellen wir die hohe Fachlichkeit und das professionelle Arbeiten unseres Teams sicher.

Unser vollständiges Leitbild finden Sie auch in unseren Konzeptionen zu unseren Hilfen nach SGB XII unter Downloads.

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