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Inobhutnahme und Betreuung von ausländischen Jugendlichen

Die Betreuung von unbegleitet geflüchteten ausländischen Jugendlichen (UMA) ist seit einigen Jahren ein weiterer Arbeitsbereich von Haus Norderhofenden. Die Betreuung der minderjährigen Geflüchteten gliedert sich in die stationäre Unterbringung in einer unserer drei Wohngruppen im Flensburger Stadtgebiet, ergänzt durch die Betreuung in Außenwohnungen zur Verselbstständigung und Erprobung eigenständiger Lebensführung.

Die Betreuung erfolgt zunächst als Inobhutnahme gem. § 42 SGB VIII und wird ggf. als Hilfe zur Erziehung nach § 34 SGB VIII fortgesetzt. Ebenso nehmen sich die Mitarbeiter der UMA-Wohngruppen der Aufgabe an, Jugendliche, die gem. § 42a SGB VIII aufzunehmen sind, im Rahmen des gesetzlichen Umverteilungsprozesses zu unterstützen.

Die Jugendlichen befinden sich nach ihren Fluchterlebnissen in besonders herausfordernden Lebenssituationen. Entsprechend des Trägerleitbildes werden die subjektiven Rahmenbedingungen jedes Betreuten im Einzelfall betrachtet, indem individuelle Ressourcen und Potenziale erkannt und gefördert werden. Hierbei sind die Jugendlichen in der Gestaltung ihrer Hilfeplanung aktiv beteiligt.

Im Verlauf der Betreuung wird mit verschiedenen Institutionen kooperiert. Jugendämter, Bezirkssozialdienste, Einwanderungsbüros (ehem. Ausländerbehörden), das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Schulen, Anbieter außerschulischer Freizeitangebote und Akteure der Kinder- und Jugendarbeit in Flensburg sowie Sportvereine und ehrenamtliche Unterstützer_Innen bilden einen großen Bestandteil des Hilfsnetzwerks, das die betreuten Jugendlichen in allen Lebensbereichen unterstützt.

Die individuelle Förderung vor Ort in den Wohngruppen wird durch Sozialpädagog_Innen und Erzieher_Innen sichergestellt. Das Team wird vervollständigt durch weitere Fachkräfte, die multiprofessionell – an den Bedarfen und Interessen der Jugendlichen orientiert – verschiedene Angebote und Projekte planen und durchführen.

Themenschwerpunkte sind hierbei u.a.
• Stärkung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins z.B. durch Erfolgserlebnisse in Sport und Freizeit zur psychologischen Stabilisierung
• Unterstützung des Integrationsprozesses durch trägerinterne DAZ- und Sprachkurse
• kulturvermittelnde Orientierung im neuen sozialen Umfeld und dem Flensburger Stadtgebiet durch Rundführungen und Teilnahme an Ereignissen wie z.B. Stadtfesten und Sportveranstaltungen
• Thematisierung und Aufarbeitung kultureller Unterschiede im Kontext soziokultureller Integration z.B. durch Biografiearbeit
• themenzentrierte Gespräche (bei Bedarf auch in Beisein eines Dolmetschers) zu unterschiedlichen Themen wie: Gleichberechtigung, Toleranz/Akzeptanz, Umgang mit Stereotypen und Vorurteilen, gesellschaftstypische Umgangsformen, Religions- und Meinungsfreiheit sowie Sexualität.

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